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Bild: AAI-Innenstadt-Forum: Oberbürgermeister Ulrich Markurth und der Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig e. V. setzen sich gemeinsam für die Innenstadt ein: Bernd Schroers, Gunnar Stratmann, Mirko Rüsing, Anne Marschner, Sascha Hummel, Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Jean-Luc Hänel, Olaf Jaeschke und Heinz-Werner Kretschmann (v. l. n. r.).

 

Was plant die Stadtverwaltung für die Entwicklung der Braunschweiger Innenstadt? Rund 80 Mitglieder des Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig e. V. (AAI) nutzten Ende Februar das erste AAI-Innenstadt-Forum, um sich bei Oberbürgermeister Ulrich Markurth über Planungen, Ideen und Beteiligungsmöglichkeiten zu informieren.

Das AAI-Innenstadt-Forum eröffnete den AAI-Mitgliedern die Möglichkeit, sich direkt über die Pläne der Stadtverwaltung ins Bild setzen zu lassen. Oberbürgermeister Markurth freute sich über das Engagement des Vereins: „Der Austausch mit dem AAI ist wichtig, wenn es um Pläne für die Braunschweiger Innenstadt geht. Ihre stete Weiterentwicklung ist ein zentraler Baustein für die Stadtentwicklung und deshalb auch ein eigenes Rahmenprojekt im Integrierten Stadtentwicklungskonzept. Das Gespräch mit dem AAI liefert uns als Stadtverwaltung wertvolle Impulse.“ Bei der gemeinsamen Arbeit von Stadtverwaltung und AAI, die Oberbürgermeister Markurth als konstruktiv und vertrauensvoll beschrieb, sei es die zentrale Herausforderung, das Bewährte zu bewahren und gleichzeitig Innovationen zu wagen.

Wir freuen uns als zentrale Interessenvertretung der Innenstadt über die Gelegenheit, unsere Expertise und unsere Ideen einzubringen, aber auch unsere Fragen, Wünsche sowie Erwartungen und Forderungen zu platzieren“, sagte Olaf Jaeschke, Vorstandsvorsitzender des AAI, in seiner Einführung. So erwarte der AAI beispielsweise, dass seine Interessen bei der Ausgestaltung des Konzepts für den Stadtbahnausbau Berücksichtigung finden. Konkret ging Jaeschke auf die inhabergeführten Fachgeschäfte, Gastronomie- und Kulturbetriebe in der westlichen Innenstadt ein, die den Entwurf der Trassenführung über die Güldenstraße favorisieren. Im Namen der Anlieger und des Vereins „Die Altstadt Braunschweig e. V.“ sprach sich Jaeschke gegen den zweiten Entwurf, eine Trassenführung entlang der Gördelingerstraße, aus aufgrund von zu erwartenden existenzgefährdenden Frequenzminderungen während der vermuteten zwei- bis dreijährigen Bauphase.

Oberbürgermeister Markurth griff in seinem Beitrag die vom AAI eingebrachten Themen auf: Von der Sicherstellung einer komfortablen Erreichbarkeit der sowie die Aufenthalts- und Servicequalität in der Innenstadt bis hin zur Entwicklung von Konzepten zur Steuerung des Logistik- und Lieferverkehrs in der Fußgängerzone. Die Aufenthaltsqualität der Innenstadt sei laut Oberbürgermeister Markurth in Zeiten des Onlinehandels ein Aspekt, zu dem die Stadtverwaltung und die Innenstadtakteure jeweils ihren Beitrag leisten, ob beispielsweise durch ansprechende Gastronomieangebote oder durch weitere Sitzgelegenheiten.

In seinen Ausführungen ging der Oberbürgermeister auch auf konkrete, im Vorfeld vom AAI übermittelte Fragen der Mitglieder ein. Zur Erreichbarkeit der Innenstadt erklärte er, dass die vom City-Ring aus erreichbaren Parkhäuser ausreichend Kapazitäten böten. Zudem verwies er auf den Fahrradverkehr und den Öffentlichen Nahverkehr, dessen Taktung zum Herbst dieses Jahres attraktiver werden soll. Damit reagiert die Stadt Braunschweig auch auf die Ergebnisse der Umfrage „Vitale Innenstädte“, nach der bereits 39 Prozent der Innenstadtbesucherinnen und -besucher mit dem ÖPNV anreisen und dieser das Auto mit 35 Prozent auf Platz 1 abgelöst hat. Insgesamt sei der Verkehrsmittel-Mix entscheidend. Die Relevanz genau dieser Verkehrsmittel-Mischung betonte auch Jaeschke: „Wir fordern die Stadt- und Verkehrsplanung dazu auf, bei der Anbindung der Innenstadt die zahlreichen mit dem Auto anreisenden Innenstadtgäste aus der Region nicht aus den Augen zu verlieren.“ Das sei auch ein zentrales Anliegen der AAI-Partner IHK, Handelsverband und DEHOGA, wie sie dem AAI kürzlich in Gesprächen mitteilten. „Die Weiterentwicklung der Braunschweiger Innenstadt ist für uns als Verein eine Herzensangelegenheit“, bilanzierte Olaf Jaeschke und fand Unterstützung bei Oberbürgermeister Markurth. Er kündigte an, dass er eine Überarbeitung des Zentrenkonzepts gemeinsam mit dem AAI anstrebe. Dabei sollten Strategien entwickelt werden, wie sich die Innenstadt auch städtebaulich vor den möglichen Folgen des Onlinehandels schützen könne.

Im Vorfeld des AAI-Innenstadt-Forums wählten die Mitglieder bei der Ordentlichen Mitgliederversammlung Jean-Luc Hänel, Anne Marschner und Gunnar Stratmann neu in den Vorstand. Sie folgen Michael Arko, Jacqueline Clavey, Barbara Kelling und Rosanna Meier, die sich nicht zur Wiederwahl hatten aufstellen lassen, und ergänzen den Vorstand mit den wiedergewählten Mitgliedern Sascha Hummel, Heinz-Werner Kretschmann und Bernd Schroers. Der bestätigte Vorstandsvorsitzende Olaf Jaeschke dankte ihnen für ihr Engagement und begrüßte neben den neuen Vorstandsmitgliedern auch Mirko Rüsing als seinen neuen Stellvertreter.

Foto: Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig e. V./Philipp Ziebart

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