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Derzeit werden rund 6.000 Biere in knapp 1.500 Braustätten hergestellt.

Mit Fingerspitzengefühl: Die Berufe Brauer und Mälzer haben einen maßgeblichen Anteil an der Biervielfalt. Das Besondere an der Tätigkeit des Brauers und Mälzers ist die Rückbesinnung auf handwerkliche Brautraditionen in Verbindung mit modernsten Technologien.

Die Verbraucher in Deutschland können sich an einer stetig wachsenden, weltweit wohl einzigartigen Biervielfalt erfreuen: Derzeit werden rund 6.000 Biere in knapp 1.500 Braustätten hergestellt.

Die Braukunst hierzulande ist dem Reinheitsgebot stets treu geblieben.

Dennoch war und ist Bierbrauen, bei dem aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe ein facettenreiches Endprodukt entsteht, überaus komplex. Das Fingerspitzengefühl der Brauer und Mälzer trägt entscheidend dazu bei, dass alle Biere unterschiedlich schmecken. Auch deshalb ist dieser Beruf in den letzten Jahren noch attraktiver geworden. Das Besondere an der Tätigkeit des Brauers und Mälzers ist die Arbeit mit verschiedenen, sogar historischen Malzen und die Rückbesinnung auf handwerkliche Brautraditionen in Verbindung mit modernsten Technologien. Es geht nicht nur darum, die Zutaten zusammenzuführen – es kommt vor allem auch auf individuelle Rezepte und den perfekten Brauprozess an. Das Bedienen und Instandhalten der Maschinen zählt zu den täglichen Arbeitsaufgaben. Heute stehen für das jahrhundertealte Handwerk modernste Technologien zur Verfügung. „Deshalb sind vielfältige Fähigkeiten gefragt, um die Ausbildung zum Brauer und Mälzer erfolgreich absolvieren zu können. Biologische und chemische Kenntnisse sind dabei ebenso wichtig wie technische und physikalische“, erläutert Peter Peschmann, Technik-Geschäftsführer der Brauerei C. & A. Veltins.

In der sauerländischen Brauerei C. & A. Veltins durchlaufen Azubis alle Schritte der Bierherstellung und lernen so den traditionellen Brauvorgang von der Pike auf. Erste Station ist das Sudhaus. Danach führt der Weg ins Labor und in die Mälzerei. Das Entnehmen von Proben neuer Malz-Lieferungen, das Spindeln der Würze zur Überprüfung ihres Extrakt-Gehaltes oder das Überwachen der Entstehung von Braumalz aus Gerste sind dabei nur einige Aufgaben. Eine strenge Kontrolle jedes einzelnen Schrittes ist im Sudhaus ebenso entscheidend wie im Gär- und Lagerkeller und anschließend im Filter- sowie im Drucktankkeller. Einen Monat lang lernen die Azubis zudem eine Mälzerei kennen und erleben, wie aus Gerste das Braumalz entsteht. Nach der Ausbildung warten internationale Berufsperspektiven und weitere Fortbildungsmöglichkeiten. Seit 2018 bietet Veltins eine Kombination der Ausbildung mit dem dualen Bachelorstudium der Getränketechnologie an. Nach einer 15-monatigen praktischen Ausbildung in der Brauerei beginnt das reguläre Studium an der Hochschule in Geisenheim. Während der Semesterferien kehren die Azubis für weitere praktische Ausbildungsschritte nach Grevenstein zurück. (djd)

Derzeit werden rund 6.000 Biere in knapp 1.500 Braustätten hergestellt.

Während ihrer Ausbildung durchlaufen die Azubis alle Schritte der Bierherstellung und lernen so den traditionellen Brauvorgang von der Pike auf.

Foto: djd/Brauerei C. & A. Veltins

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