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Feuerspeiende Drachen und andere digitale Tricks werden von Visual-Effects-Spezialisten am Computer nachgebaut.

In der Bavaria Filmstadt erhalten Gäste einen Einblick in das Medien-Handwerk

Wer große Blockbuster und bekannte TV-Events schaut, ahnt oft nicht, wie viele Experten während der Entstehung beteiligt sind. Auf dem 300.000 Quadratmeter großen Mediencampus im Münchner Süden arbeiten bei jedem Filmprojekt zahlreiche Gewerke Hand in Hand. Neben den bekanntesten Filmberufen wie Regisseur und Schauspieler sind hoch spezialisierte Handwerker für den unverwechselbaren Look von Filmen verantwortlich. So sorgen Schreiner und Szenografen dafür, dass die Handlung in einer authentischen Umgebung spielt – zum Beispiel in der Filmstraße „Münchner Straße“, einem kompletten Straßenzug mit Drehvillen, einem Gerichtssaal und einem Gefängnis. Die Fassaden können mit wenig Aufwand in ein vergangenes Jahrhundert versetzt oder das Gesicht einer neuen Stadt werden.

Wie man eine Filmohrfeige inszeniert und mit seinem Handy aufnimmt, erfährt man in einem Video mit Stuntman Mac Steinmeier im Filmstadt Atelier.

Wenn Filmblut spritzt

Das Handwerk von Pyrotechnikern kommt immer dann zum Einsatz, wenn es beim Film knallt und kracht. Explosionen und Einschüsse werden mit Kreativität, dem richtigen Umgang mit Sprengstoff und einer exakten zeitlichen Planung inszeniert. Wie man etwa Einschüsse in Gegenstände oder tatsächlich auch in Menschen spektakulär aussehen lässt, erklärt Pyrotechniker Andreas Tügel in der Kulisse aus „Kung Fury 2“ in einem Video: „Blutbeutel, eine kleine Menge Sprengstoff und ein Zünder werden benötigt. Damit und mit Fingerspitzengefühl präpariert man die Kleidung des Schauspielers oder Stuntmans.“ Innenaufnahmen des Martial-Arts-Comedy-Films, in dem Arnold Schwarzenegger als amerikanischer Präsident in eine Schießerei verwickelt wird, entstanden im vergangenen Jahr in der Bavaria Filmstadt.

Die Filmohrfeige: Sieht echt aus, ist sie aber nicht

Pyrotechniker arbeiten mit Stuntleuten eng zusammen. Denn meist werden Schauspieler in Szenen gedoubelt, in denen sich Unfälle oder Schießereien ereignen. Zum Beispiel sind bei einer Filmohrfeige Stuntprofis am Werk, die gezielt aneinander vorbeischlagen. Wie eine solche Filmohrfeige funktioniert, wird in einer interaktiven Ausstellung gezeigt. Oder in einem Stunt-Workshop für Kinder. An Familiensonntagen während der Hauptsaison weiht das renommierte Stuntteam Mac Steinmeier junge Besucher in einfache Stunt-Tricks ein. Handwerkliches Können bestimmt auch eine der letzten Phasen eines Filmprojekts. Visual-Effects-Spezialisten am Computer bauen mit spezieller Software all das nach, was in der Realität nicht gedreht werden kann – wie feuerspeiende Drachen oder Naturphänomene. Welche Wow-Erlebnisse man mit digitalen Tricks erzielen kann, erfahren Filmstadtbesucher beim Dreh einer kurzen Filmszene, die im Anschluss mit Computerkreationen ergänzt wird – übrigens auf DVD ein schönes Souvenir. (djd)

Die Ohrfeige sieht echt aus, ist sie aber nicht: Hier wird gezielt vorbeigeschlagen.

Fotos: djd/Bavaria Filmstadt

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