Profi-Drummer Léo

Profi-Drummer Léo aus Königslutter lebt für die Musik. Am Samstag, 8. Juni, ist der Schlagzeuger mit seiner Band „Mr.Nice Guy“ zu Gast im Braunschweiger Flint.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Musik bestimmt unser ganzes Leben, sie begleitet uns den ganzen Tag, mal bewusst, mal unbewusst.

Ein Leben ohne Musik kann sich Christian „Léo“ Leonhardt aus Königslutter absolut nicht vorstellen. Kein Wunder, wurde der Profi-Musiker und ehemalige Schlagzeuger der bekannten Wolfsburger Band „OOMPH!“ doch schon früh mit dem Virus „Musik“ infiziert. Mittlerweile hat ihn die Musik sein Leben lang begleitet und in seiner bewegten Karriere ist er durch zahlreiche Live-Auftritte mit seinen Bands viel im In- und Ausland herumgekommen. Im Gespräch mit unserer Redaktion gibt uns Léo einen kleinen Einblick über seinen Werdegang, seine Erlebnisse und Erfahrungen im Musikgeschäft.

Léo, deine musikalische Karriere war anscheinend bereits mit der Geburt vorgezeichnet?

Ja, Musik lag mir quasi im Blut. Meine Mutter sang in unterschiedlichen Chören und mein Vater spielte bereits Jahrzehnte in mehreren Orchestern bzw. Blaskapellen die Tuba. Und so wurde ich recht musikalisch erzogen. Mit sechs Jahren begann somit an der Musikschule Wolfsburg meine “musikalische Früherziehung”. Nach dem Erlernen von Noten, Rhythmus, Singen und Blockflöte spielen entschied ich mich bedingt durch die Tatsache, dass schon mein Vater ein “Blechbläser” war, für die Trompete.“

Wie kam es dazu, dass Du dann Schlagzeuger geworden bist?

Ich merkte nach einiger Zeit und mehreren Musikschul-Auftritten, dass mich das Schlagzeugspielen viel mehr interessierte. Dazu kam im Alter von 10 Jahren ein Aufenthalt in England mit meiner Hockey-Mannschaft vom VfL Wolfsburg. Meine Gasteltern besaßen ein Drumset, das ich ständig benutzt habe – und so das Schlagzeug spielen lieben lernte. Nach meiner Rückkehr brachte mir dann ein Bekannter aus dem Orchester meines Vater bei, wie man trommelt. Das reichte, um ebenfalls in diesem Orchester einzusteigen und fortan dort weitere, musikalische Erfahrungen zu machen. Es folgten sehr viele Auftritte und Konzerte, eine Schallplatten-Aufnahme und Konzertreisen ins In-und Ausland. Von meinem ersten Lehrlingsgehalt habe ich mir mit 16 Jahren mein erstes, eigenes Schlagzeug gekauft und spielte neben dem Blasorchester zu der Zeit auch als Drummer in meiner ersten Band. Unsere Musik bezeichnete die Presse damals als „Techno-Pop“. Wir spielten etliche Gigs in der Region und wurden zu sogenannten Lokal-Helden.“

Deine größten Erfolge hast Du aber mit einer anderen Band gefeiert. Wie entstand diese Zusammenarbeit?

Da sich der erhoffte Erfolg mit meiner ersten Band – sprich ein Plattenvertrag – nicht einstellte, haben wir uns nach knapp drei Jahren getrennt. Ich machte weiterhin Tanzmusik und drei der Mitglieder entschlossen sich, weiterzumachen und die Wolfsburger gründeten im Jahre 1989 die Band “OOMPH!”. Da sie anfangs ohne Drummer auftreten wollten, begleitete ich “OOMPH!” in den ersten Jahren als “Lichtmann” oder auch mal als “Soundmann“. 1994 entschloss man sich dann, fortan live wieder mit einem Drummer zu spielen. So saß ich bei den vielen Konzerten im In- und Ausland hinter den Drums, bevor ich mich Mitte 2012 entschloss, die Band auf eigenem Wunsch zu verlassen.

Warum bist Du diesen Schritt der Trennung gegangen?

Es war eine sehr schöne Zeit mit den Jungs, aber ich hatte zu dem Zeitpunkt mit “OOMPH!” alles erlebt und erreicht, was es zu erreichen gab. Ich habe mit der Band alle großen, relevanten Festivals bespielt und in den 18 Jahren zahlreiche Europa-Tourneen mitgemacht. Zudem haben wir Gold- und Platin-Schallplatten/CDs erhalten. Ich wollte mich nach diesen erfolgreichen Jahren eigenen, neuen Projekten und Herausforderungen widmen.“

Was machst Du also inzwischen?

Ich bin seit 2004 als Freelancer bzw. Drum-Coach bei der Musikschule Musicus in Wolfsburg tätig und gebe als pädagogische Honorarkraft Schlagzeug-Unterricht in AGs und Workshops an verschiedenen Schulen in Königslutter und Wolfsburg. Und natürlich spiele ich auch weiterhin als Live-Drummer in verschiedenen Bands, wie aktuell bei Project Pitchfork (seit 2012), Mr.Nice Guy, Trilogy und JazzPresso.“

Live erleben in der Region könnt Ihr Léo in nächster Zeit u.a. am 8. Juni mit „Mr.Nice Guy“ im Braunschweiger Flint sowie am 2. und 3. August mit „JazzPresso“ auf der Sommernacht am Kaiserdom Königslutter. Am 20. Juli spielt er zudem mit seiner Band „Project Pitchfork“ in Köln im Tanzbrunnen. Detaillierte Infos über Léo und weitere Termine findet Ihr auch auf seiner Webseite unter www.leo-on-drums.de, die ausführliche Version und Fortsetzung des Interviews auf www.citylife-bs.de. (ts)

 

Am 20.Juli ist der  Live-Drummer mit seiner weiteren Band „Project Pitchfork“ in Köln im Tanzbrunnen zu sehen.

Mit seiner weiteren Band „Project Pitchfork“ ist der Live-Drummer u.a. am 20. Juli in Köln im Tanzbrunnen zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit 2004 ist Léo als Freelancer bzw. Drum-Coach.

Seit 2004 ist Léo als Freelancer bzw. Drum-Coach bei der Musikschule Musicus in Wolfsburg tätig und gibt als pädagogische Honorarkraft Schlagzeug-Unterricht in AGs und Workshops.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto 1: oh/©Anita Schmidt

Foto 2: oh/©Helge Roewer

Foto 3: oh/©TriggerHippie

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