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Auftaktveranstaltung der Ricarda Huch Poetikdozentur 2019

16. Mai 2019 * 19:00

In diesem Jahr erhält der Autor, Musiker und Texter Thomas Meinecke für sein bisheriges Werk den Preis der Ricarda Huch Poetikdozentur für Gender in der Literarischen Welt.

Anstelle der klassischen Vorlesung hat sich Thomas Meinecke für ein dialogisches Format entschieden und spricht mit Dozentinnen und Dozenten der TU Braunschweig an wechselnden Orten. Die Auftaktveranstaltung der Vorlesungsreihe beginnt am Donnerstag, 16. Mai, um 19 Uhr im Architekturpavillion, im Altgebäude der Technischen Universität, Pockelsstr. 4.

Dabei findet auch die Preisverleihung für Thomas Meinecke statt, die von der Laudatorin Prof. Dr. Ulrike Bergermann der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig begleitet wird. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind erwünscht per E-Mail an j.roehnert@tu-braunschweig.de oder literaturundmusik@braunschweig.de. Der Autor Thomas Meinecke begibt sich mit seinen Romanen auf die Suche nach existenziellen Fragen. Er befasst sich mit dem Thema Sexualität und ergründet, welche Utopien des Miteinanderlebens es gibt.

Sein Blick richtet sich auf Geschlechtlichkeit im Kontext scheinbar immer noch fest zugeschriebener Lebensentwürfe. Wie schon in Meineckes Roman “Tomboy” (1998) suchen seine Romanfiguren, auch in seinem jüngsten Werk “Selbst” nach vergangenen und gegenwärtigen Weggefährtinnen und -gefährten. Die Gespräche der Romanfiguren drehen sich auch um Texte zum Feminismus und zum weiblichen Schreiben. Meineckes Romanfiguren suchen nach Menschen, die ihnen im Überschreiten von Geschlechtergrenzen vorangingen und werden selbst zu Personifizierungen einer nicht mehr normierbaren Zuweisung von Geschlecht, Körperlichkeit und Sexualität.

Thomas Meinecke wurde 1955 in Hamburg geboren, lebte ab 1977 in München und zog 1994 in ein oberbayrisches Dorf. Von 1978 bis 1986 war er Mitherausgeber und Redakteur der Avantgarde-Zeitschrift “Mode & Verzweiflung”, in den Achtzigerjahren schrieb er Kolumnen für “Die Zeit”, ab 1986 veröffentlichte er Erzählungen und zahlreiche Romane, zuletzt den Roman “Selbst” (2016) im Suhrkamp Verlag. Außerdem war er von 2007 bis 2013 Kolumnist für das Berliner Magazin “Groove”. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Düsseldorfer Literaturpreis (2003) und dem Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst (2008).

Im Wintersemester 2012 hatte er die Poetikdozentur an der Goethe-Universität Frankfurt inne, 2014 war er “Writer in Residence” an der Queen Mary University in London und 2016 “Fellow” am IFK in Wien. Thomas Meinecke ist außerdem Musiker und Texter in der 1980 von ihm mitgegründeten Band “Freiwillige Selbstkontrolle” (FSK), Radio-DJ in seiner Sendung “Zündfunk Nachtmix” (BR 2) und hat auch als Solokünstler Platten aufgenommen. Ulrike Bergermann ist seit 2009 Professorin für Medienwissenschaft an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig. Vorher unterrichtete sie auch in Bochum, Köln und Paderborn, promovierte 2000 in Hamburg zum Thema Gebärdensprachnotation und Gebärdensprachforschung, studierte in Heidelberg und Hamburg Germanistik, Kunstgeschichte und anderes.

Im Vorstand der Gesellschaft für Medienwissenschaft gründete sie 2008 die “Zeitschrift für Medienwissenschaft” und ist seitdem Redaktionsmitglied. Von 2010 bis 2015 war Ulrike Bergermann Mitglied des “Lenkungsgremiums Medienwissenschaft” der DFG; seit 2015 betreibt sie den Gender Blog der ZfM, und seit vielen Jahrzehnten unterstützt sie feministische und queere Projekte wie “Bildwechsel Hamburg”. Forschungsschwerpunkte sind Gender und Postcolonial Studies, Publikationen veröffentlichte sie außerdem zu Medienwissenschaft und Kybernetik (2015), Disability Studies oder gemeinsam mit Andrea Seier zum Thema Klasse (2018).

Die Ricarda Huch Poetikdozentur für Gender in der literarischen Welt ist im Jahr 2015 im Namen der prominenten Braunschweiger Schriftstellerin zur Förderung der Auseinandersetzung mit Genderdimensionen in der Gegenwartsliteratur ins Leben gerufen worden. Ricarda Huch gilt als Braunschweigs große Stimme, welche humanistische Tradition und Geschichtsschreibung in die literarische Moderne überführte. Gleichzeitig hat sie als Frau im öffentlichen Leben und in der kulturellen Praxis ihrer Zeit weibliche und männliche Identitäten in Frage gestellt.

Mit der Verleihung der Ricarda Huch Poetikdozentur zeichnen die Partner jährlich eine Dozentin oder einen Dozenten aus, die/der sich durch bedeutende Leistungen auf dem Gebiet der Gegenwartsliteratur oder der literarischen Kritik ausgewiesen hat und in deren bzw. dessen Werk Geschlechterdimensionen von zentraler Bedeutung sind, beispielsweise indem hierarchische Geschlechterverhältnisse, Geschlechterstereotype oder Ein- und Ausgrenzungen durch Geschlechternormierungen überschritten und tradierte Geschlechterordnungen kritisch hinterfragt werden. Als erste Preisträgerin wurde im Jahr 2015 die Journalistin Kristina Maidt-Zinke ausgezeichnet.

2016 erhielt die Autorin Annette Pehnt die Dozentur, 2017 folgte ihr die Schriftstellerin Marica Bodrožić. Im Jahr 2018 hat die Lyrikerin Uljana Wolf den Preis in Empfang genommen.

Details

Datum:
16. Mai 2019
Zeit:
19:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Architekturpavillon TU Braunschweig
Pockelsstraße 4
Braunschweig, Niedersachsen 38106 Deutschland
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Telefon:
0531 3915938

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