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"Ich bin kerngesund und jung genug, ich brauche keine Grippeimpfung", so denken viele Menschen, wenn vor der nächsten Grippewelle gewarnt wird.

Wer sich gegen Grippe impfen lässt, erhöht auch die Sicherheit für seine Lieben. Eine jährliche Schutzimpfung ist der beste Schutz gegen die echte Grippe oder Influenza.

„Ich bin kerngesund und jung genug, ich brauche keine Grippeimpfung“, so denken viele Menschen, wenn im Herbst und Winter vor der nächsten Grippewelle gewarnt wird.

Doch das kann in mehrfacher Hinsicht ein Trugschluss sein.

Denn erstens können auch gesundheitlich nicht Vorbelastete schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen erleiden. Und zweitens dient die Impfung nicht nur dem Selbstschutz, sondern ebenso der Gemeinschaft – oft gerade den Menschen, die einem am nächsten sind. Denn egal ob beim Besuch der Oma im Pflegeheim, beim Spielen mit den Enkeln, in der überfüllten U-Bahn oder beim Kaffeekränzchen mit Freunden: Wer selbst geimpft ist und sich deshalb nicht mit der Grippe ansteckt, kann sie auch nicht an andere übertragen. So kann jeder Geimpfte die Ausbreitung der Grippeviren reduzieren und damit seine Lieben schützen. Das nützt ganz besonders Personen, die (noch) nicht geimpft werden können, sowie Menschen, die aufgrund ihres Alters oder bestehender Erkrankungen ein geschwächtes Immunsystem haben. Bei diesen führt selbst eine eigene Impfung nicht immer zur gewünschten Immunität, sodass sie möglichst nicht mit Grippeviren in Kontakt kommen sollten. Der herzkranke Opa, der Partner mit Diabetes, die neugeborene Nichte oder die asthmakranke beste Freundin sind also gute Gründe, sich trotz fehlender eigener Risiken gegen die Grippe immunisieren zu lassen.

Hohe Impfraten können zu einem sogenannten Gemeinschaftsschutz führen, bei dem die Krankheit sich kaum ausbreiten kann. Doch leider lassen sich selbst in den Risikogruppen hierzulande noch immer viel zu wenig Menschen impfen. So holt sich zum Beispiel nach Informationen des Robert Koch-Instituts nur gut jeder dritte über 60-Jährige den Schutz, 11 Prozent der Schwangeren und 33 Prozent des Pflegepersonals. Daran haben neben Sorglosigkeit und Bequemlichkeit auch gängige Vorurteile eine Mitschuld. So wird oft bemängelt, dass die Grippeimpfung keinen 100-prozentigen Schutz biete. Dennoch ist sie bei Weitem die beste Präventionsmaßnahme und mit modernen Vierfachimpfstoffen hat sich die Schutzwirkung in den letzten Jahren nochmals verbessert. Es muss auch niemand befürchten, dass die Impfung selbst eine Grippe auslöst, da es sich um Totimpfstoffe handelt. Lediglich lokale Reaktionen wie Rötungen und Schmerzen an der Einstichstelle können kurzfristig auftreten. (djd)

"Ich bin kerngesund und jung genug, ich brauche keine Grippeimpfung", so denken viele Menschen, wenn vor der nächsten Grippewelle gewarnt wird.

Wen man liebt, den möchte man auch schützen. Für Babys ist eine Grippe besonders gefährlich. Sie profitieren durch einen Passivschutz, wenn die Mutter geimpft ist. Aber auch andere Verwandte sollten sich als Überträger aus dem Spiel nehmen.

 

 

 

"Ich bin kerngesund und jung genug, ich brauche keine Grippeimpfung", so denken viele Menschen, wenn vor der nächsten Grippewelle gewarnt wird.

Großeltern und Enkelkinder haben oft engen Kontakt. Ohne Impfung haben Grippeviren dann leichtes Spiel.

 

Fotos: djd/Sanofi/Getty

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