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Bild: Der Absturz in die Regionalliga ist für Drittligist Eintracht Braunschweig eigentlich nur noch mit einem kleinen Fußball-Wunder zu verhindern, aber Chefcoach André Schubert will den Glauben nicht verlieren. Zweifelsohne liegt eine Herkulesaufgabe vor seiner Mannschaft, deren Gesicht sich mit jeweils neun Zu- und Abgängen nachhaltig verändert hat.

 

Der Fußball rollt im Jahr 2019 nun auch wieder in der 3. Liga. Dabei ist Eintracht Braunschweig mit der Hypothek von acht Zählern Rückstand sowie einem schlechten Torverhältnis gegenüber der Konkurrenz in die verbleibenden 18 Punktspiele der Restrückrunde gestartet. Den ersten Schritt Richtung Mission „Klassenerhalt“ machte der Tabellenletzte im ersten Spiel im neuen Jahr mit dem dringend benötigten Heimsieg gegen Hansa Rostock (2:0). Durch den dritten Saison-Erfolg hat das Team von Trainer André Schubert mit 17 Punkten den Kontakt zu den Nicht-Abstiegsrängen hergestellt.

Seit dem Zweitliga-Abstieg im Sommer stecken die Löwen tief in der Krise. Im Frühling 2013 hatte der Traditionsklub noch eine wilde blau-gelbe Aufstiegs-Party gefeiert, nachdem die Bundesliga-Rückkehr perfekt war. Vor gut anderthalb Jahren klopfte die Eintracht dann noch einmal in den Relegations-Spielen an der Tür zur Elite – danach ging es nur noch abwärts. Den einst so stolzen Löwen droht der Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Der Absturz in die Regionalliga ist eigentlich nur noch mit einem kleinen Fußball-Wunder zu verhindern, aber André Schubert will den Glauben nicht verlieren. „Am Ende“, also am 18. Mai, „sollen vier Teams hinter uns sein“, betonte der Cheftrainer. Und damit diese Herkules-Aufgabe gelingt, hat Schubert sein Team im Winter ordentlich durcheinander gewirbelt, mit einem radikalen Kaderumbruch will der 47-Jährige doch noch das Unmögliche möglich machen und den zweiten Abstieg innerhalb eines Jahres verhindern. Für die Rettung hat er eine klare Rechnung im Kopf. „Man wird 43 bis 45 Punkte brauchen, um die Liga zu halten“. In den 20 Spielen zuvor im Jahr 2018 hatte Eintracht erst kümmerliche 14 Punkte geholt. Zudem ist das Torverhältnis mit minus 18 desolat. Um den Absturz in die vierte Liga zu verhindern, haben die Eintracht-Verantwortlichen mit Jasmin Fejzic, Benjamin Kessel, Christoph Menz, Nils Rütten, Bernd Nehrig, Marcel Bär, Julius Düker sowie Mike Feigenspan acht neue Spieler geholt – neun Profis haben den Klub verlassen. Jetzt habe er „im Kader eine gute Mischung und gute Typen“, so der Löwen-Coach: „Wir sind sehr variabel. Das Trainingsniveau ist besser.“ Ab jetzt zähle nur noch: „Vollgas geben“. Durch die neuen Akteure sieht sich der Fußball-Lehrer in der komfortablen Position, Ausfälle nahezu gleichwertig kompensieren zu können, was in der aktuellen Situation wichtiger denn je erscheint. „Im Gegensatz zu anderen Mannschaften haben wir in der Tabelle keinen Puffer, sondern einen Rückstand, den wir aufholen müssen. Dementsprechend wollen wir so aufgestellt sein, Spieler bei Sperren oder Verletzungen ohne Qualitätsverlust ersetzen können“, erläutert der 47-Jährige, der einen klaren Plan verfolgt, wie er das Wunder wahr werden lassen möchte.

Um die schwere Hypothek des Acht-Punkte-Rückstands aufzuholen, fordert André Schubert, den Fokus stets nur auf das aktuelle Spiel zu richten, anstatt sich an jedem Spieltag neuen Rechenspielen rund um Restprogramm und Tabelle hinzugeben: „Wir müssen von Woche zu Woche voll auf das Spiel konzentriert sein. Wenn unsere Leistung dauerhaft stimmt, werden auch gute Ergebnisse kommen. Was darüber hinaus diskutiert wird, davon dürfen wir uns nicht ablenken lassen.“ Kapitän Stephan Fürstner versprach den Fans, dass die Mannschaft versucht, „eine Riesenrückrunde“ zu spielen. „Alle unsere neuen Spieler haben nicht nur die erforderliche Qualität, sondern sind auch charakterlich top und bringen die nötige Mentalität für den Abstiegskampf mit“, lobt Eintracht-Routinier Marc Pfitzner die Neuzugänge, mit denen er teilweise jahrelang zusammengespielt hat. „Acht Punkte Rückstand sind eine Menge Holz. Dennoch haben wir in Braunschweig oft genug gesehen, dass man sein Ziel erreichen kann, wenn man bis zur letzten Sekunde daran glaubt“, gibt der 34-Jährige Pfitzner den Glauben an den Klassenerhalt nicht auf und will in den noch verbleibenden 17 Saisonspielen alles dafür tun, dass die Löwen-Fans am Saisonende wieder Grund zum Jubeln haben. Durch den dritten Saison-Erfolg gegen Rostock hat das Eintracht-Team die angepeilte Aufholjagd in der 3. Liga begonnen und den Kontakt zu den Nicht-Abstiegsrängen hergestellt. Der SV Meppen steht fünf Zähler vor dem Zweitliga-Absteiger auf Platz 16. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. (ts)

urch den dritten Saison-Erfolg hat das Team von Trainer André Schubert mit 17 Punkten den Kontakt zu den Nicht-Abstiegsrängen hergestellt.

Eintracht glaubt noch an den Klassenerhalt in der 3. Liga. Die Löwen haben zum Start ins neue Jahr die angepeilte Aufholjagd mit einem Sieg eingeläutet. Durch den dritten Saison-Erfolg hat das Team von Trainer André Schubert mit 17 Punkten den Kontakt zu den Nicht-Abstiegsrängen hergestellt.

Foto: oh

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