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Bild: Blick in den Lichthof des Museums: Im Vordergrund sind die halb zerstörten Husarenfiguren zu sehen, im Hintergrund einige der Schollen.

 

Das Städtische Museum Braunschweig am Löwenwall, Steintorwall 14, zeigt bis zum 20. Januar 2019 die Sonderausstellung „Zerrissene Zeiten. Krieg. Revolution. Und dann? Braunschweig 1916 -1923“. Zu dieser Sonderausstellung hat die Museumspädagogische Abteilung für das Schulfach Geschichte ein Programm entwickelt und ein Begleitheft herausgegeben. Angeboten werden ein Workshop und individuell buchbare Sonderführungen durch die Ausstellung.

Das Ende des ersten Weltkriegs und die November-Revolution vor 100 Jahren wecken gegenwärtig ein verstärktes Interesse in der Öffentlichkeit. Dies spiegelt sich auch medial. Spielfilme, Dokumentationen, aber auch belletristische Literatur, Graphic Novels und Videospiele greifen die Themen auf. Buchbar sind die Unterrichtsangebote bis zum 20. Januar 2019. Es entstehen jeweils Kosten von einem Euro pro Schülerin oder Schüler. Beratung und Anmeldung bei Museumspädagoge Martin Baumgart unter der Telefonnummer 470-4504 oder per Mail anmartin.baumgart@braunschweig.de.

Im Workshop des Städtischen Museums wird die heutige Reaktion verglichen mit dem medialen Widerhall der Zeitgenossen, die Krieg und Revolution im jungen Medium Film, aber auch in Literatur und Spiel reflektierten. Nach einem Ausstellungsbesuch werden in Gruppenarbeit die verschiedenen Formate analysiert. Anschließend werden die Ergebnisse der Klasse präsentiert und diskutiert. Auf Wunsch können zusätzlich folgende Filme in ganzer Spielfilmlänge vorgeführt werden: „Im Westen Nichts Neues“, Spielfilm 1930, „Kleine Hände im Großen Krieg“. Kinderschicksale im Ersten Weltkrieg, Dokudrama 2014, „14 Tagebücher des Ersten Weltkrieges“, Dokudrama 2014. Die Dauer der Unterrichtseinheiten beträgt nach Absprache bis zu vier Stunden und richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10.

Lehrkräfte können auch eine etwa einstündige „Dialogische Führung“ durch die Ausstellung mit dem Titel „Braunschweigs Weg in die Demokratie“ buchen. Dieses Angebot richtet sich an Jugendliche ab der neunten Klasse und kostet pro Person einen Euro. In der Ausstellung wird in einer dialogischen Führung anhand von historischen Quellen die Entwicklung Braunschweigs auf dem Weg von der Monarchie zur Demokratie in den Jahren 1916 bis 1923 nachvollzogen. Den Hintergrund bildet dabei immer die Geschichte des Deutschen Reichs. Anhand einer Sammlung ausgewählter historischer Quellen haben Lehrkräfte die Möglichkeit, den Ausstellungsbesuch schon in der Schule vorzubereiten oder die im Begleitmaterial enthaltenen Aufgaben direkt im Museum zu bearbeiten.

Die Schau „Zerrissene Zeiten – Krieg. Revolution. Und dann? Braunschweig 1916 – 1923“ veranschaulicht die November-Revolution von 1918 als gesellschaftspolitische „Stunde Null“ nach dem verheerenden Ersten Weltkrieg und den mühsamen Weg der Gesellschaft in die Demokratie. Sie wird im Haus am Löwenwall präsentiert und ist Teil des Projekts „Vom Herzogtum zum Freistaat. Braunschweigs Weg in die Demokratie 1916-1923“, das vom Dezernat für Kultur und Wissenschaft koordiniert wird. Öffnungszeiten des Städtischen Museums sind dienstags bis sonntags, jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr.

Foto: Dirk Scherer, Städtisches Museum Braunschweig

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