regenerative Energien

Regenerative Energien: Zuschuss jetzt auch für Wärmepumpen und Solarthermie.

Auf Vorschlag der Verwaltung hat der Rat der Stadt Braunschweig am Dienstag, 2. April, eine Anpassung der Richtlinien des Förderprogramms für regenerative Energien beschlossen. Die Eckpunkte: Mit einem Investitionszuschuss der Kommune gefördert wird jetzt auch die Erzeugung regenerativer Wärme durch Solarthermie oder Wärmepumpen. Der Fördersatz für Solarstrom wurde den gesunkenen Preisen für Photovoltaik-Module und Speicher angepasst.
 
„Unser Förderprogramm ist eine etablierte und erfolgreiche Maßnahme des Klimaschutz­konzepts, um die Umstellung auf erneuerbare Energien voranzubringen“, sagt Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. „Es unterstützt die positive Wahrnehmung der städtischen Klimaschutzaktivitäten und leistet zudem einen Beitrag zur lokalen Wirtschaftsförderung im Bereich erneuerbarer Energien. 2018 war die Nachfrage nach Förderungen so groß, dass die Mittel bereits innerhalb weniger Monate ausgeschöpft waren.“ Leuer begrüßte den Ratsbeschluss: „Mit den veränderten Richtlinien können künftig noch mehr Bürgerinnen und Bürger von einer Förderung profitieren.“ 130.000 Euro umfasst das Förderbudget im laufenden Haushaltsjahr.
 
Wärme, die durch Solarthermie und Wärmepumpen erzeugt wird, fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) bereits im Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“. Trotzdem stellt sich die die Wärmeerzeugung mit fossilen Energieträgern wegen hoher Investitionskosten oft als wirtschaftlicher dar. So ist bei Wärmepumpen im Altbau die Energiequelle meist Erdwärme, zu deren Nutzung eine teure Erdsondenbohrung erforderlich ist.

Bei Nutzung von Solarthermie zur Wärmeerzeugung ist zusätzlich noch ein weiterer Wärmeerzeuger notwendig, mit zusätzlichen Investitions­kosten. Um die Nutzung regenerativer Wärme attraktiver zu machen, stockt die Stadt Braunschweig künftig die BAfA-Förderung um 15 Prozent der Brutto-Gesamtinvestitionssumme im Altbau auf.

Zur Ausschöpfung sämtlicher Potenziale ist eine Förderung von Solarstrom weiterhin sinnvoll.

Bislang geltende Fördereinschränkungen in Bezug auf Ausrichtung oder Neigung der Photovoltaik-Module sind aus Sicht der Verwaltung aber nicht weiter erforderlich. Förderfähig sind daher jetzt auch Photovoltaik-Anwendungen etwa auf Terrassenbedachungen, Garagenhöfen und Flachdächern.

Aufgrund gesunkener Preise für die Technik gilt nun ein Förderungssatz von 150 €/kWpeak Anlagenleistung (bislang 300 €/kWpeak) und 200 €/kWh Speicher­leistung (bislang 25 Prozent der Investitionskosten, maximal 4.000 Euro.).
 
Solarberatungen werden jetzt mit 200 statt 150 Euro gefördert. Damit trägt die Förderung dem gestiegenen Beratungsumfang Rechnung.
 
Die Förderung ist auf insgesamt max. 2.500 € je Liegenschaft begrenzt, auch in Kombination aller drei Förderrichtlinien. Die Begrenzung verhindert sehr hohe Einzel­förderungen und erhöht daher die Reichweite des Förderprogramms.
 
Die neuen, vereinfachten Richtlinien mit einer Förderhöchstgrenze pro Liegenschaft treten ab sofort in Kraft. Eine Förderzusage ist allerdings erst nach Haushaltsfreigabe möglich. Weitere Einzelheiten sowie das Verfahren der Antragstellung in der Vorlage 19-10197 unter www.braunschweig.de/ratsinfo.
 

Foto: Skitterphoto/Pexels
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