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Das Staatstheater Braunschweig schließt die Spielzeit 2018/19 erfolgreich mit einem Zuschauerwachstum ab.

Das Staatstheater Braunschweig schließt die Spielzeit 2018/19 erfolgreich mit einem Zuschauerwachstum von 12,92% ab und knackt mit 223.725 zahlenden Besucher*innen deutlich die 200.000 Marke.

Im Fünfspartenhaus mit Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Jungem Staatstheater und dem Staatsorchester Braunschweig wurden 714 Vorstellungen und Konzerte gegeben, die 201.580 Besucher*innen in den Spielstätten Großes und Kleines Haus, Stadthalle, Haus Drei und Aquarium besuchten. Hinzu kommen 22.145 Besucher*innen, die das Staatsorchester mit seinen Konzerten in der Region erreicht hat, sodass insgesamt 223.725 zahlende Zuschauer*innen die Veranstaltungen in der Spielzeit 2018/19 besuchten. Zusätzlich besuchten 11.028 Personen das theaternahe Rahmenproramm mit Matineen, Einführungen, Nachgesprächen, Probenbesuchen und Theaterführungen. Das Vermittlungsangebot des Jungen Staatstheaters mit 260 Veranstaltungen wie Einführungen in Schulen und sozialen Einrichtungen oder Workshops als Stückvor- und Nachbereitung zog 3.529 junge Menschen in Braunschweig und der Region an und leistet einen wichtigen Beitrag in der theaterpädagogischen Arbeit. 238.000 Menschen nahmen somit in der Spielzeit 2018/19 das vielfältige Angebot des Staatstheaters Braunschweig wahr.

Die Großveranstaltungen wie das Theaterfest oder Klassik im Park erreichen zudem jährlich mehrere Zehntausende Besucher*innen. »Wir haben unser Ziel, die 200.000 Zuschauer*innen Marke zu knacken, in dieser Spielzeit erfolgreich erreicht«, so Dagmar Schlingmann, Generalintendantin des Staatstheaters Braunschweig. »Besonders großen Publikumszuspruch erhielten das Weihnachtsmärchen ›Die Schneekönigin‹, Puccinis ›La bohème‹, Lessings ›Nathan der Weise‹ und Guy Naders und Maria Campos Tanzstück ›Perpetuum‹. Bizets ›Carmen‹ erzielte mit 95% eine der höchsten Auslastungen seit Bestehen des Burgplatzes. Mit der 90er Jahre Revue ›Hyper Hyper‹ als Sommerbespielung im Großen Haus konnten wir zudem mit Eitner/Schanz und der Jazzkantine eine Kooperation eingehen, die ebenfalls für ausverkaufte Vorstellungen sorgte. Die Verleihung des Martin Linzer Theaterpreises 2019 sowie die Auszeichnung mit dem Jugendstückpreis 2019 des Heidelberger Stückemarkts von Kristo Šagors ›Iason« krönte zum Ende der vergangenen Spielzeit unsere künstlerische Arbeit«, freut sich Generalintendantin Dagmar Schlingmann. Das Musiktheater unter der Leitung von Operndirektorin Isabel Ostermann setzte neben großen Klassikern wie Wagners »Der fliegende Holländer« (ML: Srba Dinić – R: Isabel Ostermann), Puccinis »La bohème« (ML: Iván López Reynoso – R: Ben Baur) oder Lehárs »Die lustige Witwe« (ML: Iván López Reynoso R: Klaus Christian Schreiber) die Linie moderner und zeitgenössischer Werke fort. Hierfür stehen Brittens »The Turn of the Screw« (ML: Iván López Reynoso R: Dagmar Schlingmann), Weinbergs »Die Passagierin« (ML: Christopher Lichtenstein R: Dirk Schmeding), Reimanns »L´invisible« (ML: Srba Dinić R: Tatjana Gürbaca) sowie der Dreierabend »Machtspiele« (ML: Alexis Agrafiotis R: Christoph Diem), der die Werke »Der Ja-Sager« von Weill/Brecht, Kagels »Der Tribun« und Kreneks »Der Diktator« vereinte. Im Schauspiel unter der Leitung von Claudia Lowin und Christoph Diem waren Lessings »Nathan der Weise« (R: Martin Nimz), das Rechercheprojekt »Autoland« (R: Nina Gühlstorff) und »Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Come Back« (R: Markus Heinzelmann ML und Co-R: Bo Wiget) besonders erfolgreiche Produktionen. Hauptmanns »Einsame Menschen« (R: Alice Buddeberg), Krachts »Imperium« (R: Babett Grube), Wyrypajews »Irankonferenz« (Szen. Einrichtung: Christoph Diem) und Wolfs Monolog »Kassandra« (R: Nora Somaini) komplettierten die Schauspielstücke im Kleinen Haus. Mit Ionescos »Die Nashörner« (R: Christoph Diem) und Brechts »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« (R: Dagmar Schlingmann) fanden zwei Klassiker der Moderne großen Publikumszuspruch auf der Bühne im Großen Haus. Das Staatstheater Braunschweig wurde im Juni 2019 zudem mit dem Martin Linzer Theaterpreis der Zeitschrift »Theater der Zeit« für herausragende künstlerische Leistung ausgezeichnet. In der Begründung von Juror Gunnar Decker heißt es: »Dagmar Schlingmann hat … eine eigene Handschrift im Umgang mit klassischen Texten der Moderne geprägt: einerseits eine Form präzis gehandhabter analytischer Skelettierung tradierter Aufführungsmuster, andererseits das Schaffen von immer vorläufigen Freiräumen für Eigenes, das im Spiel erst entsteht«. Das Aquarium schärfte mit Frankes/Benjamins »Ein Engel der Geschichte«, Schnitzlers »Traumnovelle« (R: Rieke Süßkow) sowie Gehres Uraufführung »Zurück in die Zukunft: Dirty Dancing« sein Spielstättenprofil mit experimentierfreudigen Inszenierungen junger Regisseur*innen und etablierte mit »Musik bei Freunden« auf Anhieb ein erfolgreiches Konzertformat in ungezwungener und intimer Clubatmosphäre. Die Tanzsparte unter Tanzdirektor und Chefchoreograph Gregor Zöllig verzeichnete in der Spielzeit 2018/19 einen leichten Zuwachs. Zölligs Tanzabende »Struwwelpeter« und »Winterreise« mit dem Staatsorchester Braunschweig und Tenor Matthias Stier wurden von Presse und Publikum gleichermaßen umjubelt. Mit Guy Nader und Maria Campos konnten zudem die Faust Preisträger*innen 2017 engagiert werden, die mit »Perpetuum« ebenfalls einen Publikumshit im Kleinen Haus erzielten. Die erfolgreichen »tanzwärts« Projekte »Zappel-Philipp« im Kleinen und »Wanderer« im Großen Haus unter Beteiligung von knapp 200 Laien sorgten erneut für großen Zuspruch und ausverkaufte Vorstellungen.   

Das Junge Staatstheater unter der Leitung von Jörg Wesemüller traf mit Clemens Meyers Romanbearbeitung »Als wir träumten« in einer spartenübergreifenden Produktion zwischen Tanz und Schauspiel bei den überwiegend jugendlichen Zuschauer*innen ins Schwarze (R: Jörg Wesemüller Choreogr.: Gregor Zöllig). Melquiots »Die Zertrennlichen« (R: Moritz Beichl) als mobiles Klassenzimmerstück, die Stückentwicklung »Biene« (R: Martin Grünheit), »Inside the Orchestra« als Audiowalk über das Kollektiv Staatsorchester, »MixTape« als Konzertformat zwischen elektronischen Klängen und Klassik sowie »Die Reise der Eisprinzessin« als Musiktheaterproduktion für junge Menschen zeigt die Bandbreite und Formatvielfalt der Kinder- und Jugendsparte auf. Mit den Tanzproduktionen »Funkelfuchs« von Liliana Barros und »Unstable« von Anna Konjetzky baut das Junge sein Angebot in dieser Kunstform weiter aus. Das Staatsorchester Braunschweig bleibt mit seinen Konzertbesucher*innen für die Saison 2018/19 konstant: 21.270 Personen besuchten die Sinfoniekonzerte in der Stadthalle. Mit 2.605 Zuschauer*innen erreichte das 2. Sinfoniekonzert im Oktober 2018 mit Peter I. Tschaikowsky Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll und Johannes Brahms‘ Sinfonie Nr. 2 D-Dur unter dem Dirigat von Generalmusikdirektor Srba Dinić die höchste Auslastung. Mit 23 Konzerten außerhalb Braunschweigs, darunter allein sieben Neujahrskonzerte und fünf Konzerte im Rahmen von »Zeit für Klassik« in Celle, ist eines der ältesten deutschen Kulturorchester äußerst umtriebig und aktiv. Zudem werden mit Klassik im Park, Filmfest Braunschweig, BachZeit im Dom und den Lunchkonzerten zahlreiche Zuhörer*innen außerhalb der Sinfoniekonzerte erreicht und wertvolle Kooperationen fortgeführt. Die TheaterFlat, der Studierende der Technischen Universität Braunschweig und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig angeschlossen sind, wurde mit 6.095 Eintritten eingelöst.

Foto: clko

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