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Unternehmensbefragung zeigt große Standort-Loyalität der Braunschweiger Wirtschaft

Unternehmensbefragung zeigt große Standort-Loyalität der Braunschweiger Wirtschaft.
Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, Gerold Leppa, Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH, und Sebastian Bauer, geschäftsführender Gesellschafter der L·Q·M Marktforschung GmbH, präsentierten die Ergebnisse der von der Wirtschaftsförderung beauftragten Unternehmensbefragung 2023.

Wie zufrieden sind die ansässigen Unternehmen

mit dem Wirtschaftsstandort Braunschweig?

Worin sehen sie die größten Herausforderungen in den kommenden Jahren? Fragen wie diesen ging die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft mit einer Unternehmensbefragung auf den Grund, an der sich im Juli rund 380 Betriebe und Wirtschaftsvereinigungen beteiligt haben.

Die überwiegende Mehrheit der Befragten bewertete den Wirtschaftsstandort Braunschweig positiv: Zusammengenommen 87 Prozent zeigten sich mit dem Standort „sehr zufrieden“ oder „eher zufrieden“. Damit liegt Braunschweig über dem Durchschnitt der Großstädte in Deutschland. Auch die Verbundenheit mit Braunschweig ist unter den befragten Unternehmen groß. 95 Prozent stimmten der Aussage zu, mit Braunschweig sehr verbunden zu sein und dass ein Umzug an einen anderen Standort unwahrscheinlich ist. „Im kommunalen Vergleich zeigt sich eine überdurchschnittliche Loyalität der Unternehmen zu ihrem Standort in Braunschweig – vor allem auch bei der typischerweise seltener bejahten Aussage, dass Braunschweig eine wirtschaftsfreundliche Kommune sei“, so Sebastian Bauer, geschäftsführender Gesellschafter der L·Q·M Marktforschung GmbH. 87 Prozent der Befragten können sich vorstellen, auch in Zukunft hier in Braunschweig zu investieren.

„Das positive Urteil für den Wirtschaftsstandort Braunschweig freut mich sehr. Die Loyalität der Unternehmerinnen und Unternehmer zu Braunschweig spüre ich auch in vielen Gesprächen und bei Besuchen in den Betrieben“, so Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Braunschweig Zukunft GmbH ist. Auch die Arbeit der Wirtschaftsförderung wurde von der Mehrheit der Teilnehmenden gelobt. Sowohl mit der Erreichbarkeit als auch mit der Kompetenz, der Bearbeitungsgeschwindigkeit und der Bereitstellung von Informationen zeigten sich jeweils zwischen 85 und 95 Prozent der Befragten zufrieden. Auch hier liegt Braunschweig in allen genannten Kriterien über dem Durchschnitt der deutschen Großstädte.

„Wir werden weiter dafür sorgen, dass etablierte Unternehmen ebenso wie Gründerinnen und Gründer in der Braunschweig Zukunft GmbH jederzeit eine verlässliche Ansprechpartnerin für die verschiedensten Anliegen an ihrer Seite wissen“, so Gerold Leppa, Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH.

Der Bereitschaft am Standort Braunschweig zu investieren stehen indes auch einige Herausforderungen für die Unternehmen gegenüber. So sehen viele Befragte Handlungsbedarf beim Angebot an Gewerbeflächen und ebenso beim verfügbaren Wohnraum für ihre Beschäftigten. Viele Unternehmen erleben zudem unmittelbar einen Fachkräftemangel.

„Die Hinweise und die konstruktive Kritik aus den Betrieben nehmen wir gern an“, so Oberbürgermeister Kornblum. „In Sachen Wohnraum haben wir mit dem städtischen Wohnraumversorgungskonzept wichtige Weichen gestellt, um Braunschweig zukunftssicher aufzustellen. Bei der Entwicklung von Gewerbeflächen werde ich mich weiter für interkommunale Kooperationen stark machen, denn vom Flächenangebot für Unternehmen hängt letztlich die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region maßgeblich ab.“ Gleiches gelte für die Gewinnung von Fachkräften. Mit dem Fachkräftebündnis SüdOstNiedersachsen und den Aktivitäten zum Regionalmarketing arbeite man fortlaufend daran, die Unternehmen bei dieser existenziellen Herausforderung zu unterstützen.

Dabei spielten zudem weiche Standortfaktoren eine Rolle, wie z. B. das Kulturangebot. Hier liegt die Bewertung Braunschweigs leicht unter dem Schnitt der deutschen Großstädte. „Das Verbesserungspotenzial beim Kulturangebot haben wir erkannt. Braunschweig bietet zwar schon ein vielfältiges Kulturangebot, aber mit Vorhaben wie dem geplanten Konzerthaus wollen wir auch die überregionale Strahlkraft noch ausbauen“, so Kornblum. Eine gute Voraussetzung sei indes, dass Braunschweig von 97 Prozent der befragten Unternehmen als lebenswerte Stadt bezeichnet werde. Auch Kriterien wie Wirtschaftskraft, Gastfreundlichkeit, Toleranz sowie Familien- und Kinderfreundlichkeit erhielten positive Urteile von rund 90 Prozent oder mehr der Befragten.   

Die dominierenden Trendthemen hinsichtlich der Transformation der Wirtschaft sind Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Bei beiden Themen erwartet jeweils mehr als die Hälfte der Befragten einen Ausbau in ihrem Unternehmen in den kommenden Jahren.

„Im Rahmen des Klimaschutzkonzepts 2.0 der Stadt Braunschweig haben auch wir als Wirtschaftsförderung zusätzliche Aufgaben erhalten. Seit Ende 2022 erweitern wir unsere Aktivitäten und Angebote für Unternehmen im Themenfeld Klimaschutz und Nachhaltigkeit sukzessive. Das Feedback seitens der Wirtschaft ist positiv, die Betriebe nehmen die Unterstützung in diesem komplexen Zukunftsfeld dankbar an“, so Gerold Leppa. „Ich danke allen, die so zahlreich an unserer Unternehmensbefragung teilgenommen haben. Damit haben wir ein gutes Stimmungsbild unserer Wirtschaft und wichtige Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung der Braunschweiger Wirtschaftsförderung.“

Weitere Informationen und die vollständige Ergebnisübersicht der Unternehmensbefragung sind unter www.braunschweig.de/unternehmensbefragung zu finden.

Foto: oh/Braunschweig Zukunft GmbH/Philipp Ziebart