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Neuer Haltepunkt West: Verwaltung legt Konzeptidee vor

Im Rahmen des Investitionsprogramms „Stationsoffensive im Großraum Braunschweig“ will die Deutsche Bahn AG drei Eisenbahnstationen reaktivieren oder neu bauen.

Im Rahmen des Investitionsprogramms „Stationsoffensive im Großraum Braunschweig“ will die Deutsche Bahn AG drei Eisenbahnstationen in Braunschweig in den nächsten Jahren reaktivieren oder neu bauen: Bienrode, Leiferde und West.

Für die eisenbahntechnischen Anlagen liegt die Federführung bei der DB, für die Umfeldplanungen zeichnet die Stadt Braunschweig verantwortlich. So hat jetzt die Stadtverwaltung den Gremien eine Konzeptidee zur verkehrlichen Erschließung des künftigen Haltepunkts West zwischen Friedrich-Seele-Straße, Donaustraße und Marienberger Straße vorgelegt. Sie basiert auf einer entsprechenden Machbarkeitsstudie.

Um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Umstieg vom Kraftfahrzeug auf Bahn, Bus, Stadtbahn und Fahrrad zu bewegen, sollen die unterschiedlichen Verkehrsmittel am Haltepunkt attraktiv vernetzt werden. Folgende Planungsprämissen wurden zu Grunde gelegt:

– qualitativ und quantitativ gut ausgebaute Wegeverbindungen für den Fuß- und Radverkehr mit Integration in das bestehende Wegenetz;
– ein optimiertes ÖPNV-Erschließungskonzept zur Anbindung des Haltepunktes;
– die barrierefreie Erreichbarkeit aller Mobilitätsangebote und die Möglichkeit, reibungslos zwischen den Mobilitätsangeboten zu wechseln;
– hochwertige und geschützte Fahrradabstellanlagen in direkter Bahnsteignähe in einer Größenordnung von ca. 350 Stück (entspricht einem Anteil von ca. 35 Prozent der prognostizierten Nutzer in 2030);
– Park-and-Ride-Platz mit ca. 50 Stellplätzen (entspricht einem Anteil von fünf Prozent der prognostizierten Nutzer in 2030);
– Berücksichtigung von hochbaulichen Entwicklungspotentialen.

Als wesentliches Element des künftigen Haltepunktes, den die DB 2029 in Betrieb nehmen will, ist in der Konzeptidee ein großer Platz auf Höhe des Knotenpunktes Donaustraße/Friedrich-Seele-Straße vorgesehen. Er gewährleistet eine kurze, geradlinige und barrierefreie Verbindung zwischen Eisenbahn, Stadtbahn und Bus. Unter der Platzfläche soll ein großzügig dimensioniertes, offen und hell gestaltetes Fahrradparkhaus mit rund 350 Stellplätzen gebaut werden. Neben Doppelstockparken und Einzelplätzen ist ein Anteil von rund zehn Prozent für Lastenräder vorgesehen.
Mindestens drei Buslinien der BSVG sollen an den künftigen Haltepunkt angebunden werden. Ein großes Fahrgastpotenzial wurde unter anderem mit geänderten Linienverläufen bei den Buslinien 445, 465/466 und 423 ermittelt. Ein ebenerdiger P+R-Platz mit etwa 50 Stellplätzen soll für Menschen zur Verfügung stehen, die mit dem Auto zum Haltepunkt kommen. Darüber hinaus sind vier Taxenplätze sowie ein Kiss-and-Ride-Bereich vorgesehen.

Weitere Details und Visualisierungen in Beschlussvorlage 24-23419 unter www.braunschweig.de/ratsinfo. Die Drucksache ist Thema in den Stadtbezirken Südwest und Weststadt, bevor der Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben am 5. Juni entscheidet, ob die Konzeptidee weitergeführt und konkretisiert wird.

Foto: oh/pixabay