
Neue Verbindungen, kürzere Fahrzeiten und mehr
Barrierefreiheit: Bereits seit mehreren Jahren treibt die Braunschweiger SPD den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs konsequent voran.
Nun gibt es weiteren Rückenwind: Wie das Niedersächsische Wirtschaftsministerium am Freitag, den 6. Februar, mitgeteilt hat, erhält die Stadt Braunschweig aus dem ÖPNV-Landesförderprogramm 2026 Mittel in einer hohen einstelligen Millionensumme: „Der öffentliche Nahverkehr kann nur erfolgreich sein, wenn er sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, zuverlässig und flächendeckend ist“, betont Christoph Bratmann, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen. „Insofern ist es erfreulich, dass das Förderprogramm die Mittel nicht mit der Gießkanne verteilt – sie werden vielmehr passgenau dort eingesetzt, wo die Menschen den Nutzen direkt spüren werden.“
Insgesamt umfasst das ÖPNV-Landesförderprogramm in diesem Jahr rund 109,9 Millionen Euro – im Jahr 2015 lag das Volumen noch bei 57,8 Millionen Euro. „Diese Zahlen sprechen für sich: Der ÖPNV-Ausbau wird ernst genommen, schließlich ist er auch für das Erreichen unserer Klimaziele unerlässlich“, so Bratmann, der als Beispiel die vom Land geförderte Busbeschleunigung im Stadtgebiet nennt.
Weitere Beispiele für die zielgerichtete Verwendung der Fördermittel seien außerdem die Stadtbahnverlängerung nach Volkmarode und der Bau der Wendeschleife in Gliesmarode, beides bezuschusst das Land mit knapp 4,9 Millionen Euro; im vergangenen Jahr konnte das Planfeststellungsverfahren gestartet werden. „Der Stadtbahnausbau nach Volkmarode stärkt die Stadtbahn als Rückgrat des ÖPNV in unserer Löwenstadt. Die Unterstützung des Landes unterstreicht den Nutzen des Stadtbahnausbaus für die Fahrgäste und eine klimafreundliche Mobilität“, erklärt die örtliche SPD-Landtagsabgeordnete Julia Retzlaff.
Greifbare Fortschritte gibt es auch beim geplanten Bahn-Haltepunkt in Bienrode: Der neue Haltepunkt des Erixx soll den Fahrgästen im Braunschweiger Norden künftig eine bessere Anbindung an das Bahnnetz bieten. Dem Bebauungsplan haben die Ratsgremien bereits im Oktober 2025 zugestimmt. Die neue Anlage, die auch den Umstieg vom Bus auf die Bahn ermöglicht, wird vom Land zu 75 Prozent gefördert, im Jahr 2026 fließt rund 1 Million Euro Landeszuschuss in das Projekt: „Die Landesförderung ermöglicht den Neubau eines wichtigen Umsteigepunktes zwischen Regionalzügen und lokalen Buslinien in Bienrode – ein bedeutendes Projekt für die direkte Anbindung des Braunschweiger Nordens an den Schienenverkehr in Richtung Gifhorn und den Hauptbahnhof“, erläutert Retzlaff.
Schließlich unterstützt das Land auch die Erneuerung von fünf Bushaltestellen im Braunschweiger Stadtgebiet. Diese werden nach modernen Standards barrierefrei umgebaut. „Der öffentliche Nahverkehr ist für viele Menschen ein Garant für gesellschaftliche Teilhabe“, betont die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Schütze. „Menschen, die kein Auto fahren können oder wollen, sind auf einen verlässlichen ÖPNV angewiesen, um ihren Alltag bewältigen zu können. Barrierefreiheit und gut zugängliche Haltestellen sind daher kein ‚Nice to have‘, sondern essenziell.“ Gefördert wird die Erneuerung der Haltestellen Richmondweg, Rabenrodestraße, Luisenstraße, Peterskamp und Helmstedter Straße.
Foto: clko