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Spenden für Seenotrettung: Stadt übergibt 14.680 Euro an SOS Humanity

Im November hat die Stadt Braunschweig die Spendenaktion „Braunschweig für Seenotrettung“ gestartet.
v.l.n.r.: Martin Klockgether (Fachbereichsleiter Soziales und Gesundheit), Andreas Aplowski (Seebrücke Braunschweig), Till Rummenhohl (Geschäftsführer SOS Humanity), Dr. Christina Rentzsch (Sozialdezernentin), Ernst Dieter Grieshaber (Abteilungsleiter Migrationsfragen und Integration).

Im November hat die Stadt Braunschweig die Spendenaktion „Braunschweig für Seenotrettung“ gestartet.

Der Rat hatte zuvor beschlossen, dass die Stadt eine Patenschaft für ein Seenotrettungsschiff im Mittelmeer übernehmen soll. Zur Unterstützung für das Seenotrettungsschiff Humanity 1 der Nothilfe-Organisation SOS Humanity wurden jeweils 5.000 Euro im städtischen Haushalt für 2023 und 2024 bereitgestellt. Außerdem konnten die Braunschweigerinnen und Braunschweiger für die Arbeit von SOS Humanity spenden. Die Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer werden hauptsächlich über Spenden finanziert. Hintergrund der Aktion ist auch der Beitritt zum bundesweiten Städtenetzwerk „Bündnis Sichere Häfen“ zu dem sich auch die Stadt Braunschweig 2018 erklärt hatte.

Im Namen der Stadt hat Sozialdezernentin Dr. Christina Rentzsch am Freitag, 16. Februar, die Gesamtsumme aus der Spendenaktion und Patenschaft in Höhe von insgesamt 14.680 Euro an Till Rummenhohl, Geschäftsführer von SOS Humanity, überreicht und die Patenschaftsurkunde entgegengenommen. „Mit der Spendenaktion haben wir als Stadtverwaltung gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein Zeichen der Humanität gesetzt“, sagte Sozialdezernentin Dr. Christina Rentzsch. „Das Geld ermöglicht konkrete Hilfe für Menschen, die auf der Flucht in Seenot geraten.“


„SOS Humanity hat seit dem Einsatzstart unseres Rettungsschiffes Humanity 1 im August 2022 über 2.000 Menschen aus Seenot im Mittelmeer gerettet“, so SOS Humanity Geschäftsführer Till Rummenhohl. „Ohne das Engagement und die finanzielle Unterstützung aus der Zivilgesellschaft wäre es nicht möglich gewesen, diese verzweifelten Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Unter ihnen waren allein über 670 Kinder und Jugendliche, viele waren ohne Begleitung Erwachsener auf der Flucht. Wir sind der Stadt Braunschweig und ihren Bürgerinnen und Bürgern daher sehr dankbar für ihren Beitrag zu unserem Rettungseinsatz – und für mehr Menschlichkeit im Mittelmeer.“

„Auf unsere Initiative hat der Rat die Schiffspatenschaft beschlossen. Das begrüßen wir ausdrücklich“, sagte Andreas Aplowski von der Seebrücke Braunschweig. „Solange die politisch Verantwortlichen nicht für sichere Fluchtwege sorgen, bleibt das Mittelmeer für schutzsuchende Menschen lebensgefährlich.“ Deshalb rufe die Seebrücke weiterhin zu Spenden für das Seenotrettungsschiff der SOS Humanity auf. Konto: SOS Humanity e. V., IBAN: DE04 1005 0000 0190 4184 51, BIC: BELADEBEXXX, Verwendungszweck: Braunschweig für Seenotrettung.
Mehr über SOS Humanity und die Seenotrettung im Mittelmeer unter: sos-humanity.org

Foto: oh/©  Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen